Danish Open in Aarhus (Mittwoch): erster Tag der Qualifikation

Um 20:40 Uhr absolvierte ich mein erstes Einzel in der Qualifikation gegen Silvestre aus Frankreich. Bis zur 3:0 Satzführung hatte ich das Spielgeschehen sicher in der Hand. Lediglich im vierten Satz erwischte ich einen schlechten Start und lag mit 1:5 hinten. Zwar punktete ich 5x in Folge, doch zum Satzgewinn reichte es nicht. Knapp mit 9:11 gab ich diesen vierten Durchgang ab, aber im fünften Satz machte ich den Sack zu.

Morgen erwartet mich um 12:40 Uhr in meinem letzten Gruppenmatch die Linkshänderin Cichocka aus Polen, die das erste Spiel gegen Silvestre trotz 2:0 Satzführung noch mit 2:4 verloren hat.

entscheidender Tag der Qualifikation (Donnerstag)

Mein zweites und entscheidendes Einzel gegen Cichocka gewann ich ohne größere Probleme mit 4:1, obwohl sie doch etwas unangenehm spielte.

Um 17:30 Uhr trafen wir in der ersten Runde der Doppelquali auf die Kroatische Paarung Bentson (ehemalige Aganovic) / Bobetic. Nachdem wir den ersten Satz relativ chancenlos verloren, da wir zuviel auf lange Auf- und Rückschläge setzten. Nun bauten wir mehr kurze Bälle in unser Spiel ein, so dass wir selbst mit Topspin eröffnen konnten und dies brachte zum 3:1 Sieg und eine Runde weiter. Eine Stunde später hießen unsere Gegnerinnen Paovic aus Kroatien und Silvestre aus Frankreich. Mit dieser Zufallskombination hatten wir keine Probleme und zogen somit in die allesentscheidende dritte Qualirunde ein. Nun stand uns das japanisches Duo Kawamura / Yuhara gegenüber. Den ersten Satz verloren wir knapp aber danach hatten wir die richtige Taktik raus und mit 3:1 qualifizierten wir uns für die Hauptrunde!

Einzel gegen meine Ex-Mannschaftskameradin und Doppel wieder gegen Japan (Freitag)

Krisztina TothUm 10:45 Uhr erwartete mich die Linkshänderin Kriszti Toth aus Ungarn. In unserer letzten Begegnung beim Bundesligaspiel blieb ich ohne Satzgewinn und heute wollte ich es besser machen. Zwar erarbeitete ich mir größere Vorteile in den "Top-Top-Duellen" aber bei den kleinen Punkten war mir Kriszti überlegen. Ab und an verkaufte sie mir lange Aufschläge oder lockte mich zu schnellen Topspin über dem Tisch, nach denen ich nicht schnell genug zurückkam und trotzdem vergeblich fest ziehen wollte. Lediglich in den Sätzen 2 und 3 scheiterte ich nur mit zwei Punkten Unterschied und folglich war mein Einzelturnier mit 0:4 beendet.

Kristin Silbereisen sorgte nach ihrem Sieg bei den German Open über Umemura aus Japan (WR:13) für die nächste Sensation und feuerte mit 4:3 die Nummer 4 der aktuellen Weltrangliste Niu Jianfeng (CHN) aus dem Rennen.

In der ersten Doppelhauptrunde trafen Laura Stumper und ich auf die Japanerinnen Fujinuma / Hiura. Leider war dieses Match schneller beendet als wir uns dies erhofften. Zu Beginn der Sätze hielten wir gut mit, aber in keinem Satz kamen wir über 7 Punkte. In allen vier Durchgängen schafften wir es nicht eine gute Qualität in unsere Aufschläge zu bringen, was uns in jedem Satz bestimmt 4 Punkte kostete. Entweder schupften bzw. flippten uns die Japanerinnen gefährlich an oder verkauften uns schnellen, platzierte Topspins... Nächste Woche haben wir bei den Swedish Open eine weitere Chance die Norm (Viertelfinale) für die Olympia Qualifikation im Doppel zu erreichen.

Inter Cup: TTC Seligenstadt gegen SE Harkany (Samstag)

Bürgermeister von Harkany, Ich, Andreas, Vorsitzender vom TTC SeligenstadtDirekt nach meiner Landung besuchte ich meinen Mann Andreas beim Inter Cup Spiel gegen Harkany, die nicht nur die erste Ungarische Liga ohne Punktverlust anführen sondern auch bekannt für ihr Thermalbad sind. Nachdem die Seligenstädter abgeschossen wurden, wollte der Bürgermeister von Harkany nicht glauben, dass eine Frau mit den Erfolgsverwöhnten Männern mithalten kann. In nur 10 Minuten stand ich in der Box und spielte mich ungeklebt mit der Nummer 1 Miclos Nagy ein. Schnell bemerkte ich, dass es ein großer Fehler war nicht zu kleben, weil er wie Kriszti Toth mehr in Umrandungsnähe agiert als am Tisch. Leider konnte ich die Ehre der Seligenstädter nicht wirklich retten, ich verlor 0:3 aber jeder Satz war heiß umkämpft. Das Abschlußmatch spielte ich gegen Orato, ein Abwehrspieler, denn ich relativ locker mit 3:1 bezwingen konnte. Silvester verbringe ich in Harkany und wenn ich zu diesem Zeitpunkt nicht völlig Urlaubsreif bin, gibt mir "Mici" vielleicht eine Gelegenheit zur Revanche.

In zirka 3 Tagen melde ich mich wieder aus Malmö von den Swedish Open, das letzte Pro Tour Turnier in diesem Jahr.

 

Eure

           Tanja Hain-Hofmann